Bei einem Fahrzeuginserat vermitteln die Bilder den ersten Eindruck. Sind sie dunkel, unvollständig oder unruhig, lässt sich der tatsächliche Zustand nur schwer einschätzen.
Dafür brauchst du keine Profikamera. Ein sauberes Auto, gutes Tageslicht und eine klare Reihenfolge reichen meist aus. In dieser Anleitung zeige ich dir, welche Aufnahmen wichtig sind und wie du sie mit dem Smartphone umsetzt.
Auf Gebrauchtwagenportalen stehen viele ähnliche Angebote nebeneinander. Ein klares Titelbild hilft Interessenten dabei, das Fahrzeug schnell einzuordnen und sich mit dem Inserat zu beschäftigen.
In diesem Moment zählt einzig und allein der visuelle Ersteindruck. Ein Foto das das Auto klar, sauber und detailreich zeigt, schafft sofort Vertrauen. Ein verschwommener Schnappschuss auf dem Supermarktparkplatz, halb im Schatten, tut das Gegenteil.
Kurz gesagt: Gute Fotos sind dein wichtigstes Verkaufswerkzeug.
Bevor du auch nur eine Taste drückst, solltest du wissen welche Aufnahmen Pflicht sind. Käufer wollen ein vollständiges Bild des Fahrzeugs, buchstäblich. Wer wichtige Details weglässt, weckt Misstrauen.
Profi-Tipp: Mach immer 30 bis 40 Aufnahmen und wähle danach die besten aus. Du kannst nicht zu viele schießen, aber du kannst definitiv zu wenige hochladen.
Ein paar typische Fehler lassen sich leicht vermeiden:
Nachtaufnahmen mit Blitz machen Details schwer erkennbar und verfälschen oft die Lackfarbe.
Der Ultra-Weitwinkel-Modus verändert die Proportionen des Fahrzeugs. Verwende besser die normale Kameraeinstellung.
Fremde Autos, Mülltonnen oder auffällige Schilder lenken vom Fahrzeug ab. Eine ruhige Umgebung wirkt glaubwürdiger.
Drehe die Lenkung bei der Dreiviertelansicht so, dass die Felge und nicht nur die Reifenfläche zu sehen ist.
Das ganze Auto sollte mit etwas Abstand an allen Seiten im Bild bleiben.
Ein gutes Foto fängt nicht beim Auslöser an. Es fängt mit einem sauberen Auto an.
Dein Hintergrund entscheidet ob das Auto zur Geltung kommt oder untergeht.
Licht ist der wichtigste Faktor in der Fotografie. Die beste Zeit ist die goldene Stunde – kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Das Licht ist dann warm, weich und wirft keine harten Schatten. Bedeckter Himmel funktioniert ebenfalls sehr gut.
Mittagssonne vermeiden: sie erzeugt harte Schatten und überhelle Glanzpunkte auf dem Lack.
Die Grundlagen sitzen? Dann hol noch mehr raus.
Polarisationsfilter verwenden. Ein CPL-Filter für dein Smartphone kostet wenig, macht aber einen großen Unterschied. Er reduziert Reflexionen auf Lack und Glas und lässt Farben satter wirken.
Portrait-Modus für Detailaufnahmen. Ideal für Close-ups von Felgen, Logos oder Innenraum-Details.
RAW-Format aktivieren. Falls dein Smartphone das unterstützt, nutze es. Du bekommst deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung.
Reflexionen bewusst einsetzen. Ein polierter Lack der Wolken oder Landschaft spiegelt, sieht hochwertiger aus als mattes Blech.
Du musst kein Profi in Lightroom sein. Diese Anpassungen reichen völlig aus:
Das sieht nach Täuschung aus und erzeugt unschöne Artefakte. Natürlich ist besser.
Was ist mit dem Kennzeichen? Ein sichtbares Kennzeichen gibt seriösen Käufern die Möglichkeit die Fahrzeuggeschichte zu prüfen. Das schafft Vertrauen.
Das hängt von der Plattform ab. Hier ein Überblick für die gängigsten Portale in Österreich:
| Plattform | Empfohlene Anzahl |
|---|---|
| willhaben.at | 10 bis 20 Fotos |
| AutoScout24.at | 10 bis 20 Fotos |
| AutoUncle.at | 8 bis 15 Fotos |
| Facebook Marketplace | maximal 10 Fotos |
Lade so viele Fotos hoch wie die Plattform erlaubt, aber nur wenn sie gut sind. Qualität vor Quantität.
Absolut. Moderne Smartphones liefern für Gebrauchtwagen-Anzeigen völlig ausreichende Qualität, wenn du die Grundregeln befolgst.
Immer zeigen. Käufer die das Auto besichtigen und dann den Schaden entdecken, fühlen sich getäuscht. Das kostet dich entweder den Verkauf oder Geld beim Preishandel.
Morgens oder abends bei schönem Wetter, oder ganztags bei bedecktem Himmel. Mittagssonne lieber meiden.
Ja. Ein ruhiger, sauberer Hintergrund lässt das Auto zur Geltung kommen. Es muss kein Fotostudio sein, ein leerer Parkplatz reicht völlig.
willhaben.at ist die mit Abstand meistgenutzte Plattform in Österreich. Für maximale Reichweite empfiehlt es sich, gleichzeitig auch auf AutoScout24.at zu inserieren.
Du brauchst keine teure Ausrüstung und kein Fotostudium. Mit einem sauberen Auto, dem richtigen Licht, einem aufgeräumten Hintergrund und ein bisschen Sorgfalt beim Fotografieren machst du Bilder, die deine Anzeige auf willhaben oder AutoScout24 sofort von der Masse abheben.
Zeige das Fahrzeug vollständig und ehrlich. Das erleichtert Interessenten die Einschätzung und spart unnötige Rückfragen.
Wenn die Fotos fertig sind, kannst du mit unserer Checkliste für Fahrzeugpapiere und Verkaufsunterlagen auch die Übergabe vorbereiten.
Du weißt jetzt wie viel Aufwand hinter wirklich guten Fotos steckt. Genau dafür gibt es AutoGo.
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